5. Januar 2009 - Von NebulusJones in Bugs, Entwicklung, Fehler, Hilfe | Beitrag Seperat Öffnen
Wer kennt das nicht:
a) Man surft gemütlich durchs WWW und urplötzlich stockt der Seitenaufbau für einige Sekunden und der WLAN Stick/WLAN Karte scheint seine Arbeit gänzlich eingestellt zu haben.
b) Mitten in einem heißen Gefecht um virtuelles Leben und Tot ist man auf ein Mal der einzige, der mit Ladehemmungen zu kämpfen hat. Sieht man sich die Verbindung zum Server an, offenbart sich ein grausamer Ping von zwischen 2 und 3 Sekunden. Schlimmstenfalls schmeißt es einen vom Server.
c) Downloads brechen unvermittelt ab.
Ein kurzer Klick auf das Netzwerksymbol offenbart keinerlei Probleme: Volle Konnektivität und die Weltkugel suggeriert eine florierende Verbindung ins Welt-Weite-Netz.
Doch was ist da gerade passiert? Fragt sich vielleicht der ein oder andere.
Wer an diesem Punkt angelangt ist, versucht durch Abschalten der Verschlüsselung, ein Firmware-Update des Routers, Treiberupdate des WLAN Sticks bis hin zum Provideranruf, Hardwareneukauf und kompletter Rechnerneuinstallation dem Problem Herr zu werden.
Doch nichts scheint Abhilfe zu schaffen.
Der Ursprung lässt sich, nach ein wenig Forschung im Internet, auf einen Dienst zurückführen, der ganz ähnliche Probleme bereits unter Windows XP verursacht und dem Microsoft einen eigenen Knwoledgebase-Eintrag widmet.
Unter Vista nennt sich dieser Dienst “Automatische WLAN-Konfiguration“.
Dieser sorgt offenbar dafür, dass Vista in unregelmäßigen Abständen (meist zwischen 1 und 2 Minuten) nach weiteren Accesspoints scannt. Dies lässt sich leicht überprüfen, indem man die Konsole aufruft (Start -> cmd eingibt und ausführt). Im folgenden Fenster gibt man ein: “ping www.google.de -t” und lässt ca. 10 Minuten lang Google auf Anfragen des eigenen Computers antworten.
Ist man betroffen, äußert es sich durch extreme Antwortzeiten bis hin zur “Zeitüberschreitung der Anforderung”:
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Was lässt sich gegen dieses Problem unternehmen? Kurz und knapp: Nichts, was dauerhaft Abhilfe schafft.
Im Forum der Computerbase hat ein findiger User ein Programm namens VBGScan geschrieben, welches den Dienst bzw. Teile davon nach erfolgreicher Verbindung zum Netzwerk deaktiveren soll (Background Scan genannt). Ein anderer User entwickelte ein Programm namens WLAN Optimizer, das vermutlich den gleichen Ansatz verfolgt. Soweit sogut, nur leider ist dies in vielen Fällen nicht des Rätsels Lösung.
Es bleibt abzuwarten, ob das Service Pack 2 für Vista sich diesem Problem annimmt und es endlich aus der Welt schafft. Bis dahin ist nur zu hoffen, dass sich Microsoft diesem Umstand bewusst ist, der nicht nur Nerven sondern bisweilen auch viel Zeit und Geld kostet.
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Moin Steffan,
grundsätzlich richtig, zumindest kann mit dieser Einstellung eine erhebliche Verbesserung erreicht werden:
Mit Vista hat Microsoft einen überarbeiteten Netzwerkstack eingeführt, der auch das Feature ‘Auto Tuning’ enthält.
Diese Funktion soll für jeden Netzwerk-/Internetverkehr versuchen, die optimalen Parameter zu ermitteln und zu verwenden. Idealerweise kann der TCP Verkehr dadurch spürbar beschleunigt werden. Allerdings sorgt die Innovation bei der Verbindung zu dem einen oder anderen Router auch für erhebliche Probleme und wird deshalb vielfach von den Nutzern einfach deaktiviert.
Auto-Tuning deaktivieren:
Mit Admin-Rechten das Fenster der Eingabeaufforderung öffnen und die folgende Anweisung eingeben:
netsh interface tcp set global autotuning=disabled
Überprüfen können Sie die Einstellung mit dem Befehl:
netsh interface tcp show global
Um die Funktion wieder zu aktivieren, nutzen Sie folgenden Befehl:
netsh interface tcp set global autotuning=normal
Das im Artikel beschriebene VBGScan schaltet darüber hinaus den sogenannten “Media Streaming Mode” des/der Adapter(s) ab (HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\Wlansvc\Parameters\WlanAPIPermissions >> Media Streaming Mode Enabled).
Gerade der Bereich dieses Modus ist derart Umfangreich, dass an dieser Stelle eine Erklärung leider nicht möglich ist.
Gruß
r.horn
Ich werds zu Hause mal testen - Dort habe ich mein persönliches Problem WLAN
Aber allein das man was per Console bzw. in der Diensteverwaltung umständlich deaktivieren muss um so ein gravierendes Problem zu beheben ist doch extrem userfeindlich. Welcher Normalo-Anwender (Tante Müller z.B.) kommt denn auf sowas?
Habs gerade getestet mit
netsh interface tcp set global autotuning=disabled
Immernoch diese extremen Pings.
schrieb am 16. Januar 2009 um 18:15Mit ein Grund, weshalb ich auch nach Einrichtung eines WLANs meinen Game-Computer noch mit Kabel vernetze (und vernetzen werde). Ist so einfach weniger Signalschwankungen jeglicher Art ausgesetzt.
schrieb am 26. Januar 2009 um 22:01Da ich das gleiche Problem habe und weder der Optimizer noch der VBGScan bei mir geholfen haben, bin ich noch auf dieses Tool gestoßen.
http://www.codecase.de/en/software/vista-anti-lag
Das hat dann endlich den gewünschten erfolg gebracht. Hoffe das es den ein oder anderem hilft.
gruß
Danke für den Tip mit dem Auto-Tuning. Das war bei mir das Problem. Jetzt funktioniert es wieder.
Gruß
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1. Stefan schrieb am 05. Januar 2009 um 14:39
Hi.
Ich habe gelesen, dass man das mit:
netsh interface tcp set global autotuning=disabled
einfach abschalten kann. Bitte korrigiere mich, wenn ich da falsch liege…