Windows 7 E: Was passiert eigentlich mit dem Upgrade?

23. Juni 2009 - Von Bianca in Entwicklung, Gerüchte, Internet Explorer 8, News, Software, Upgrade, Windows 7 | Beitrag Seperat Öffnen

Wie bereits berichtet, wird es hierzulande eine gesonderte Version von Windows 7 geben. Darin soll der Internet Explorer (IE) nicht mehr enthalten sein - zumindest nicht mehr oberflächlich; in den Tiefen von Windows 7 werden sich durchaus noch einige Komponenten finden. Die Anwender haben nur nicht mehr die Möglichkeit, den IE wie gewohnt einfach anzuklicken und den Browser zu starten. Nun wird es aber ab diesem Freitag die Upgrade-Option von Microsoft geben; auch hier berichteten wir. Wie soll das funktionieren?

Wer in Europa ab Freitag einen PC mit Windows Vista kauft, soll die Upgrade-Option erhalten. TechARP.com berichtet davon, dass auch die Upgrade-Option Windows 7 ohne den IE liefert - die Bereinigung, so drückt es TechARP aus, des Betriebssystems würde zu einem entsprechenden Zeitpunkt erfolgen.

Scheinbar muss für die Nutzung der Upgrade-Option die komplette Festplatte leergefegt sein. Alle Daten, Dateien, Ordner usw. empfiehlt TechARP, via Backup zu sichern - möglichst auf externen Medien! Nur auf einer absolut bereinigten Festplatte könne die Upgrade-Option für den Endkunden genutzt werden - es ist absolut wichtig, das einzuhalten!

Alle bislang vorhandenen Applikationen und Programme müssen anschließend manuell wieder aufgespielt werden; ebenfalls die Daten, Dateien, Ordner, etc.! Dafür will Microsoft wohl noch ein spezielles Tool herausbringen, welches das Backup erleichtert und einige Windows-Einstellungen speichert.

“Es ist extrem wichtig, dass der Endkunde die Schritte einer sauberen Installation des Upgrades versteht, es ist ein wichtiger Schritt, alle Applikationen, Ordner und Einstellungen inklusive den Backups für die Applikationen, Ordner und Einstellungen vor der Installation zu sichern”, betont TechARP noch mal und bezieht sich auf ein Memo von Microsoft an die PC-Hersteller.

TechARP weist daneben darauf hin, dass die Computerhersteller - zumindest die meisten - sicherlich einen Browser installieren werden. Andernfalls wäre es für viele User schwierig, für einige unmöglich, einen Browser herunterzuladen - und nach dem Upgrade auf Windows 7 E wäre der PC wohl kaum mehr zu gebrauchen, betont TechARP - klingt theatralisch, aber in einigen Fällen könnte das sogar stimmen. Microsoft habe den Herstellern mitgeteilt, dass sie den IE installieren könnten, um das Upgrade anzubieten, wenn Windows 7 erscheint.

Als gebührenfreies Stand-Alone-Produkt wolle Microsoft den PC-Herstellern eine Lizenz für den IE 8 innerhalb des Internet-Packs zusätzlich zum Betriebssystem selbst anbieten. Damit hätten die OEMs die Freiheit, den IE nachzuinstallieren. Kurzum: Microsoft macht es wahr und trennt den IE 8 - soweit wie technisch realisierbar - von Windows 7, gibt aber Herstellern die Option, es wieder in die Upgrade-Option einzubinden.

Das hat Microsoft schon ziemlich clever hingebogen - die Option, den IE innerhalb einer eigenständigen Software als gebührenfreie Zugabe an die PC-Hersteller abzugeben. Vista-blog.de ist an eurer Meinung interessiert: Werden die OEMs die Option nutzen? Oder werden sie einen anderen Browser installieren? Einige Hersteller sind gegenüber Microsoft zu einer gewissen Loyalität verpflichtet; beispielsweise hat Dell in Amerika einen Vertrag mit Microsoft abgeschlossen, der unter “Dell and Microsoft Alliance” bekannt wurde. Allerdings gilt das nur in Amerika, wo es ohnehin keine Probleme mit der Einbindung des Browsers gibt. Dennoch besteht eine gewisse Verbindung zwischen den beiden - so auch zwischen anderen Herstellern und Microsoft.

TechARP empfiehlt, die Installationsanleitung der Upgrade-Option wirklich penibel genau zu verfolgen - wer von euch wird sich da ran wagen? Und wie wird es der Durchschnitts-Anwender halten? Die Upgrade-Option nutzen oder von vornherein bis zur finalen Version am 22. Oktober warten? Wird Microsofts Backup-Programm eine echte Hilfe sein? Müsste sie eigentlich - schließlich geht es nicht zuletzt darum, das hauseigene Betriebssystem an den User zu bringen. Also: Wer traut es sich zu und wie wird das beim User ankommen?

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1 Kommentare

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1. Andreas schrieb am 24. Juni 2009 um 07:39

Ich bin sowieso für eine saubere NEUINSTALLATION.
Ich halte es nicht so mit Upgrade.
Auch MS ist eher für eine NEUINSTALLATION.
Denn so kann man sicher sein das das neue BS sauber ist und nicht von anderen installationen oder deiinstallation schon vermüllt ist.

Ich glaube die Kunden die den PC direkt beim PC Hersteller kaufen das sie sich aussuchen können was sie auf dem PC haben wollen.
Und im Geschäft wird man sicher den IE8 weiter dabei haben.
Vielleicht trauen sich ja ein paar PC-Hersteller Opera oder Firefox vorzuinstallieren.

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