Dell und HP unterstützen Microsoft im Kampf um Word

28. August 2009 - Von Bianca in News, Office, Software, Unternehmen | Beitrag Seperat Öffnen

Die PC-Hersteller Dell und HP wollen einem Bericht von pcmag.com zufolge Microsoft im Kampf gegen i4i und gegen die Verfügung von Word unterstützen. Die Verfügung wollen die beiden Großkunden von Microsoft kippen, wobei ein Schreiben von Dell, dem sich HP angeschlossen hatte, an den zuständigen Richter ging. Darin soll der PC-Hersteller darum gebeten haben, seine Entscheidung zu überdenken oder die Verfügung um mindestens 120 Tage zu verschieben. Die richterliche Verfügung wurde auf Mitte Oktober festgesetzt; bis dahin hat Microsoft dem Urteil, hier näher beschrieben, nachzukommen.

Dell und HP schreiben, dass das Word-Verkaufsverbot eine weitreichende Wirkung habe - und zwar über die Geschäfte von Microsoft hinaus. “Microsoft Word ist ein allgegenwärtiges Textverarbeitungsprogramm und ist auf den von Dell verkauften PCs eingeschlossen.”, heißt es weiter. Das stellt natürlich wirklich ein Problem dar: Hersteller, die Word in ihre PCs einbinden, müssten die gesamten Systeme umstellen. Würde die Zeit bis Mitte Oktober, wenn die Umsetzung des Urteils von Microsoft gefordert wird, allen Ernstes dafür ausreichen?

Am 23. September 2009 soll es eine Anhörung geben, in der Microsoft die Gründe seiner Berufung des Urteils vortragen kann. Die Forderungen seitens i4i sind bekannt. Das Word-Verkaufsverbot hätte wirklich extrem weitreichende Folgen: Microsoft würde eine Haupteinnahme-Quelle wegfallen; und nicht anders ginge es diversen PC-Herstellern, die mit dem Redmonder Software-Konzern zusammenarbeiten. Wenn erst am 23. September die Anhörung stattfindet, müssten die Unternehmen inklusive Microsoft dennoch schon jetzt reagieren, denn wenn die Anhörung so ausgeht, dass das Verkaufsverbot bestehen bleibt, wird kaum mehr Zeit zur Umsetzung sein.

Eine verzwickte Angelegenheit also, bei der es nicht verwunderlich ist, dass Microsofts Partner auf die Barrikaden gehen. Welche Alternativen seht ihr für die PC-Hersteller? Sollten diese sich im Falle der Urteilsvollstreckung an Open-Source-Alternativen halten? Oder einen Widerstand gegen das Urteil einlegen, indem kein Textverarbeitungsprogramm mehr vorinstalliert wird? Gibt es weitere Alternativen? Kann es Microsoft schaffen, Word bis Mitte Oktober so zu entwickeln, dass es das Patent von i4i nicht verletzt?

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2 Kommentare

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1. CChris Webseite des Users schrieb am 28. August 2009 um 13:19

Ja, eine Umprogrammierung sehe ich nicht als Problem an, nur die dafür gegebene Zeit.

Fakt ist, dass die Patentverletzung dahingehend stattfindet, das Textformatierungen in XML ausgelagert werden - was im Übrigen bei div. Open Source Programmen ebenfalls der Fall ist (Dank Open Document Standard).

Gleiches Prinzip gillt aber auch für Webseiten und co., welche Formatierungsinformationen in CSS Dateien ausgelagert haben.

2. CChris Webseite des Users schrieb am 28. August 2009 um 13:21

EDIT:

Umprogrammierung wäre denkbar, da MS Office vor der Version 2007 Vormatierungsinformationen nicht in XML Ausgelagert hat.

Ein entsprechendes Update für MS Office 2007 könnte somit ebenfalls Abhilfe schaffen.

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