Word-Verkaufsverbot: Washingtoner Berufungsgericht spricht sich für Microsoft aus

4. September 2009 - Von Bianca in News, Office, Software, Unternehmen | Beitrag Seperat Öffnen

BBC und eweek.com berichten heute davon, dass das Berufungsgericht in Washington entschieden hat, dass Microsoft den Verkauf von Word vorerst nicht stoppen muss. Die endgültige Verhandlung findet am 23. September statt, aber erst mal darf sich der Redmonder Software-Riese freuen.

Microsoft hatte einen Dringlichkeitsantrag gestellt, in dem das Unternehmen begründete, die erste Instanz habe Fehler gemacht und das Word-Verkaufsverbot ziehe unbeschreibliche Probleme nach sich. Der Prozess sei ein “Amoklauf” und solch ein Justizirrtum müsse verhindert werden. Wäre es nötig, Word umzuarbeiten, um das angebliche Patent nicht mehr zu verletzen, würde Microsoft durch den gestoppten Verkauf immens viel Geld verlieren, sodass die Umarbeitung des Programms heftige Kosten verursachen würde, die nicht ausgeglichen werden könnten. Daraus folgend haben auch der Einzelhandel, sonstige Vertriebspartner und Business-Kunden von Microsoft riesige finanzielle Einbußen hinzunehmen. Darin unterstützt haben auch HP und Dell.

Nachdem sich das höchste Berufungsgericht für Microsoft ausgesprochen hatte, zeigte sich Microsoft-Sprecher Kevin Kutz erleichtert: “Wir sind sehr zufrieden und zuversichtlich, dass unsere Position im Prozess am 23. September gewürdigt wird.” Loudon Owen, Aufsichtsratschef im Hause i4i, war nicht sonderlich erbaut über diese Entscheidung: Microsoft handle über “Angstmacherei”; i4i sei sich seines Rechts bewusst und man sei sich sicher, dass das endgültige Urteil für i4i ausfallen würde. Weiter fragt sich Owen, wohin wir kommen, wenn sich jeder nehmen dürfte, was ihm gefällt - insbesondere bei Riesen wie Microsoft müsse man das unterbinden.

Die Tendenzen von Analysten gingen bereits dahin, dass das Verkaufsverbot von Word aufgehoben wird. Zwar ist in der Tat das letzte Wort noch nicht gesprochen, aber es macht den Anschein, als würden die Gerichte nun auch Microsoft eine Chance geben. Zu betonen ist andererseits, dass wohl keine anderen Softwarehersteller so viele Patentrechtsstreitigkeiten auszutragen hatten, wie Microsoft und Apple - die beiden Branchen-Platzhirsche. Wie steht ihr der Sache gegenüber? Versucht hier ein kleines kanadisches Unternehmen, i4i, Gewinn rauszuschlagen oder hat sich Microsoft falsch verhalten?

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2 Kommentare

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1. D. FOBLO Webseite des Users schrieb am 06. September 2009 um 13:56

Ok Microsoft hin oder her, aber langsam sollte es doch mal aufhören. Man versucht die auszunehmen und noch wie.

2. Hell schrieb am 09. September 2009 um 13:55

Microsoft hat seit beginn sich das rausgepickt und teilweise genommen was sie wollten. vergleicht dabei auch mal die amiga workbench mit windows 3.1, das ursprüngliche MS-DOS war ein umgemodeltest original von IBM

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