Keine weiteren Ermittlungen gegen Microsoft seitens der russischen Kartellbehörde

9. September 2009 - Von Bianca in News, Unternehmen | Beitrag Seperat Öffnen

Die russische Kartelbehörde prüfte Microsoft wegen Lieferkürzungen von Windows XP und wegen der Preispolitik der Redmonder. Nun wurden die Ermittlungen eingestellt, womit sich zeigte, dass der US-Konzern nicht gegen das Kartellrecht verstößt. Die seit Juni 2009 laufenden Ermittlungen wurden am Montag fallengelassen, berichtet die ZDNet.

Microsoft ist dem Bericht nach zufrieden damit, dass die Kartellbehörde den weiteren Vertrieb von XP über vier Wege zulässt: Vorinstalliert auf PCs, über Microsofts “Get Genuine Kit“, via Downgrade für Volumenlizenz-Kunden und vorinstalliert auf Netbooks.

In einer übersetzten Pressemitteilung der russischen Kartellbehörde heißt es, Microsoft wird es in Russland in etwa drei Wochen gestatten, Vista Home Basic und Home Premium kostenlos auf XP downzugraden. Gestattet soll das kostenlos bis Ende 2009 in Russland sein. Die ZDNet erklärt weiter, dass bislang nur Volumenlizenz-Kunden kostenlos downgraden können - das sind in der Regel Geschäftskunden. Die Redmonder wollen diese Option nun also allgemein in Russland zugänglich machen. Gegenüber der Agentur Reuters äußerte ein Unternehmens-Sprecher: “Microsoft wird alle Gesetze in Russland einhalten. Wir freuen uns, dass die Kartellbehörde keine Gesetzesüberschreitungen feststellen konnte.”

Es wäre für Microsoft wohl erleichternd, wenn sich alle derzeit ermittelnden Behörden wie die russische Kartellbehörde verhalten würden. Es liegen noch einige Entscheidungen außerhalb Russlands an: Die Entscheidung eines Gerichts im Fall i4i gegen Microsoft, in der es einen ersten Erfolg für Microsoft gab, wir berichteten, und, nicht zu vergessen, der Browser-Streit, den Opera angezettelt hatte und den die Europäische Kommission noch auszutragen hat. Microsoft selbst sieht sich daneben noch als Verbündeter gegen Google Books, bekleidet hier also mal die anklagende Seite, wobei ein Gerichtsstreit nach bisherigem Stand vermieden werden soll, sondern nur Aktionen gegen Google Books gestartet werden, aber auch hier wird es demnächst Anhörungen und Ermittlungen geben.

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